| BRANCHE: Solidarität |
| Mittwoch, 15. April 2009 um 06:17 Uhr |
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Die derzeitige Lage trifft nicht nur die ArbeitnehmerInnen - auch die Personaldienstleister haben mit den Auswirkungen der Krise zu kämpfen: Sie selbst trifft ein Rückgang von bis zu 30 %. Dies schränkt ihre Handlungsmöglichkeiten zwar ein - der Verantwortung entzieht sich die Branche trotzdem nicht. Allerdings herrscht Unverständnis darüber, weshalb andere Branchen in der Krise Konjunkturhilfe - wie beispielsweise die Verschrottungsprämie - erhalten, von den Personaldienstleistern hingegen Geld gefordert wird. Dies belastet die Überlasser in der derzeitigen Situation zusätzlich. Trotzdem spricht sich die Branche nicht nur für eine Arbeitsstiftung, sondern auch für weitere arbeitsmarktpolitische Maßnahmen aus. "Die schnell steigende Arbeitslosenzahl unter Zeitarbeitern ist ein Strukturproblem der Industrie und keinesfalls der Personaldienstleistungs-Branche zuzuschreiben. Verschärft wird das Problem durch die Tatsache, dass die Gewerkschaften vor Zustimmung zur Kurzarbeit für Stamm-Mitarbeiter in Betrieben die Rücksendung von Zeitarbeitern fordern. Von der Möglichkeit auch Zeitarbeiter Kurzarbeit leisten zu lassen, konnte daher erst in rund 200 Fällen Gebrauch gemacht werden - die anderen Betroffenen mussten leider gekündigt werden", betont Flenreiss. Die zuständige Fachgruppe der WKO fordert in Zukunft eine differenziertere Betrachtung der Gesamtsituation und der Zusammenhänge der einzelnen Komponenten wie Kurz- und Zeitarbeit. zur Meldung |